Länderspezifisches

Was es unterwegs zu beachten gilt

Andere Länder, andere Regeln

Wir Europäer sind es mittlerweile so gewohnt, uns ohne Visum, ohne Pass- und Zollkontrollen in unserem Teil der Welt zu bewegen, dass wir gern vergessen, dass das in anderen Kontinenten nicht selbstverständlich ist. Deshalb sind auf dieser Seite die wichtigsten Einreisebestimmungen der von JABULO angepeilten Länder sowie auch praktische Hinweise zum jeweiligen Land zusammengestellt.

 

Grundsätzlich empfehle ich jedem Mitsegler, sich die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes anzusehen. Hier findet man Einreisebestim-mungen, Reisewarnungen sowie die Adressen der jeweiligen deutschen Vertretungen vor Ort. Neben den offiziellen Reise- und Zollbestimmungen sind auch Hinweise zu Impfungen zu finden. Für politische Informationen ist Wikipedia eine der besten Quellen, für touristische Beschreibungen bemüht bitte die Suchmaschinen im Internet.

 

Eine der besten Seiten für weltweites Segeln ist Noonsite. Hier findet Ihr alles Notwendige, inclusive der aktuellen CORONA-Bestimmungen. 

TIPP: Fotokopien von allen Dokumenten anfertigen und mitnehmen !!!!!

Reisepass und Visum:

Für praktisch alle Länder außer den europäischen Inseln der Karibik ist ein gültiger Reisepass erforderlich, der zumeist noch mindestens 6 Monate gültig sein sollte. Deutsche Staatsbürger genießen außerordentliche Reisefreiheit, wir benötigen die wenigsten VISA aller Nationalitäten, hier findet Ihr die Liste aller visumfreien Länder:

 

Auch wenn die USA-Etappen hinter uns liegen, kann es sein, dass ein Flug in die Karibik oder sonst wohin über die USA oder Kanada führt. Auch für diesen kurzen Transit zum Umsteigen benötigt man neben dem Reisepass eine Einreisegenehmigung, die per IInternet mindestens 72 Stunden vor der Einreise bei der US-Einwanderungsbehörde beantragt werden muss. Ohne diese kommt man noch nicht mal ins Flugzeug. Das Ganze geht sehr einfach übers Internet (hier) und kostet 14 USD. Die elektronische Reiseerlaubnis ist zwei Jahre lang gültig und berechtigt zu mehreren Einreisen in die Vereinigten Staaten.

 

Für Kanada gibt es seit kurzem ein ähnliches System für die Einreise auf dem Luftweg  . Für Einreisen über Land oder mit dem Schiff ist die Vorabanmeldung nicht notwendig.

Führerschein:

Um Land und Leute zu erkunden, werden wir sicher hin und wieder mal ein Fahrzeug mieten, und wenn es nur dazu dient, die Einkäufe zum Schiff zu transprotieren.Dafür ist im Prinzip für alle Länder ein internationaler Führerschein erforderlich. Die Autovermieter akzeptieren zwar häufig den europäischen Schein; im Falle eines Unfalls sowie bei einer Polizeikontrolle ist der aber kein offizielles Dokument. Den internationalen Führerschein gibt es bei den Zulassungsstellen direkt zum Mitnehmen, er kostet ca. 16 € und ist 3 Jahre gültig. Voraussetzung ist der scheckkartengroße aktuelle EU-Führerschein, mit dem alten „Lappen“ gibt es keinen internationalen „Lappen“.

Impfpass

Für einige Länder im Äquatorialbereich ist eine Gelbfieberimpfung empfohlen, sinnvoll sind sicherlich auch die Hepatitis-Impfungen, die einige Monate im Voraus in bestimmten zeitlichen Abständen verabreicht werden. Weiterhin zu empfehlen ist Vorsorge gegen Tetanus und Polio. Am besten Ihr geht zu Eurem lokalen Gesundheitsamt, dort weiß man Bescheid und die Impfungen können dort auch billiger als beim Hausarzt durchgeführt werden. Malaria-Prophylaxe ist nur in sehr wenigen, akut gefährdeten Regionen sinnvoll.

 

Die europäischen Digitalnachweise für die Corona-Impfung werden meistens akzeptiert, können aber nicht überall elektronisch gelesen werden. Also am besten den gelben IImpfpass, die ausgedruckten EU Bescheinigungen und die Handy-App mitbringen.

Bezahlen

Bezahlen kann man in den meisten Ländern mit allen Kreditkarten und natürlich bar. Nach meinen Erfahrungen lohnt es sich nicht Bargeld von zu Hause mitzunehmen. Es ist besser am Flughafen per Kreditkarte oder Debitkarte (Maestro, geht aber nicht überall) Bargeld zu ziehen. Der Wechselkurs ist hierbei meist besser als zu Hause und auch besser als bei direkter Bezahlung per Kreditkarte. Ein paar Hundert US-Dollar sind als Notfallreserve zu empfehlen. In den meisten pazifischen und südamerikanischen Ländern wird der US Dollar neben der eigenen Währung akzeptiert, oftmals aber zu einem schlechten Wechselkurs. In Französisch Polynesien gibt es eine spezielle Währung, die an den Euro gekoppelt ist.

Telefonieren und Internet

Unsere europäischen Telefone  funktionieren fast überall, allerdings zu hohen Roaming-gebühren (z.B. 99 €-ct/min). In Südamerika und Polynesien werden jedoch teilweise andere Frequenzen benutzt, die nicht alle unsere Mobiltelfone können. Es gibt viele freie WLAN (WIFI) Spotst, z.B. in Supermärkten, Restaurants und Cafes. Die Marinas bieten auch fast alle einen derartigen Service. Ich bin gut damit gefahren, Telefonate über WLAN und Skype bzw. Messenger abzuwickeln. Ich besitze einen Skype-Account, über den ich weltweit auch alle Festnetztelefone anrufen kann. Meine Gäste an Bord können den gern nutzen, die Kosten sind im Bereich von 0,2 ct/Minute. In allen Ländern kann man Pre-Paid-Karten zum Telefonieren und/oder Datentransfer kaufen. Datenkarten sind meist mit 10-20€ für 5-10 GB so günstig , dass jeder sich individuell so eine Karte besorgen kann.

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© 2018 Uwe Petersen | jabulo-sailing: Mit dem Katamaran auf Weltreise